Als furioser Einstieg in meine neueste Kategorie “Testsache” präsentiere ich euch heute einen spektakulären Kekstest. Nein, nichts mit Kaffee oder dergleichen, es geht mal wieder um – wie könnte es anders sein – Oreos. Beim Betrachten einer Packung fiel mir letztens der perfekt in der Hälfte geteilte Keks auf, der die Pappschachtel ziert, und spontan stellte sich mir die Frage, ob man einen Oreo tatsächlich so durchschneiden kann:

Und los geht es. Arbeitsmaterialien: 1 Brettchen, 1 scharfes Messer mit Rillen, 1 Oreo. Versuchsaufbau: Oreo und Messer auf Brettchen, und ab dafür.

Hach, ist er nicht wunderhübsch… diese geradezu perfekte runde Form, der graziöse weiße Schokoladenguss, und erst dieses leckere Innenleben… ähemm, ich schweife vom Thema ab. Back to topic: Man platziere den Keks mittig auf dem Brettchen. Liebe Kinder, bitte fragt vor dem Nachmachen Mami oder Papi, ob sie euch helfen, denn: Messer Schere Gabel Licht, sind für kleine Kinder nicht!

Hier ist er in seiner ganzen Perfektion, der Oreo. Gleich wird er Bekanntschaft machen mit dem größten Feind des Kekses: Meinem Magen. Tschuldigung, nein, dem Messer. Wir müssen hier schließlich ein wissenschaftliches Experiment durchführen.

Zunächst ritzt man die etwa einen Millimeter dicke Schokoladenschicht so weit ein, bis man das Messer am Keks kratzen hört. (Doch, wirklich, das höre ich. Dafür sehe ich nachts nichts… aber das ist ein anderes Thema.) Dann mit vorsichtigen Sägebewegungen die Keksschicht durchschneiden. Dabei den Keks mit der linken Hand von der Seite und von oben festhalten, damit sich die zwei Keksschichten nicht voneinander lösen.

Das Ergebnis! Hälfte Nummer eins sieht auf den ersten Blick recht gut gelungen aus, bei Hälfte Nummer zwei sieht man aber schon von weitem den ausgefransten unteren Rand. Auch die starke Kekskrümelbildung spricht für deutlichen Substanzverlust bei Hälfte Nummer zwei.

Hier sieht man noch einmal deutlicher den schlechten Zustand der unteren Schokoladenschicht, und auch die Keksschicht ist sichtlich angegriffen. Aber was solls, laut Fotovorgabe brauchen wir ja nur eine Hälfte… was also ist mit Nummer eins?

Bei deutlicherem Hinsehen wird klar: Auch Kekshälfte Nummer eins ist nicht perfekt. Die Schnittkante ist eindeutig schräg. Und dieses Ergebnis ist noch dazu das beste in einer langen Versuchsreihe…
Fazit: Nach einer Packung kaputter Oreos und einem Brettchen voller Krümel resigniere ich und stelle fest: Man kann einen Oreo-Keks definitv nicht so durchschneiden, wie er auf der Packung abgebildet ist. Was solls – ich esse die Dinger eh viel lieber auf 