Von Eisbären und Hagelkörnern

Heute nacht habe ich etwas so durchgeknalltes geträumt, dass ich davon erzählen muss. Es fing damit an, dass ich bei meinen Eltern zu Besuch war. Das ist natürlich so nichts weiter ungewöhnliches, denn ich besuche meine Eltern regelmäßig. Aber kommt noch, keine Angst. smilie

Ich saß mit meiner Schwester in meinem alten Zimmer, das sich im Dachgeschoss befindet und daher so ein schräges Kippfenster hat. Das Fenster war offen und wir schauten in unseren Garten hinaus, als plötzlich ein dicker großer Eisbär direkt vor dem Fenster auftauchte. Er kletterte auf dem Dach herum und schaute uns nun direkt ins Gesicht.

Wir blieben regungslos stehen und der Eisbär wanderte weiter das Dach hinauf. Die Gelegenheit nutzten wir, um schnell das Fenster zu schließen. Weise Entscheidung, denn schon war der Eisbär wieder da und schnüffelte am Fenster herum. Wir ließen den Eisbär Eisbär sein und rannten nach unten. Meine Schwester schrie: “Mamaaaaaaa! Da ist ein Eisbär auf unserem Dach!” Ich griff nach dem Telefon und wählte die 110.

Doch als ich der Dame am Telefon erklärte, dass ein Eisbär auf unserem Dach sei und sie doch bitte jemanden vorbeischicken sollte, erwiderte sie: “Das ist leider zur Zeit absolut unmöglich! Alle Kollegen sind im Einsatz, wir können zur Zeit niemanden schicken.” “Feuerwehr, technisches Hilfswerk?” schlug ich vor. Man hört eiliges Herumgetippe auf einer Tastatur, dann antwortete sie: “Ach, da haben sie aber Glück! Das THW ist sowieso gerade in ihrer Straße. Ich sage denen dann, sie sollen den Eisbär auch gleich mitnehmen.”

Ich legte auf und meine Mutter, meine Schwester und ich liefen zum Fenster, um auf die Straße zu schauen – und trauten unseren Augen nicht. Da stand ein riesiger Kranwagen, der gerade ein Cabrio von der Straße hob. In dem Cabrio kämpften drei Insassen mit zwei Meter dicken Hagelkörnern, die sie zu erdrücken drohtend. Links daneben standen drei blaue Polizeiautos mit angeschalteten Sirenen, die Geräuschkulisse erinnerte an einen Godzilla-Film. Überall liefen Menschen umher, schrien und warfen mit Steinen um sich. Gegenüber brannte ein Haus.

Meine Mutter sagte: “Bald werden sie auch anfangen auf unser Haus zu werfen. Wir sollten alle Rolladen runtermachen!” So liefen wir los, um alle Rolladen zu schließen. Als wir fertig waren trafen wir uns wieder im Hausflur, als plötzlich die Türglocke klingelte. Wir zogen die Rolladen ein bisschen hoch und sahen eine dunkelhäutige Frau mit ihrer kleinen Tochter. Sie hatte Angst vor den Steinen und dem Hagel, also ließen wir die beiden herein.

Meine Mutter fragte die Frau, ob der Eisbär noch auf dem Dach sei, was diese verneinte. Das THW habe den Eisbär vor wenigen Minuten vom Dach geschossen und er läge nun in unserem Vorgarten. Tatsächlich lag dort der Eisbär und schnarchte laut. Er war wohl nur betäubt.

Meine Mutter zeigte der Frau unser Gästezimmer, weil alle sehr müde waren. Und dann gingen wir alle ins Bett. Draußen heulten noch immer die Sirenen, die Menschen schrien laut, und der Eisbär schnarchte in unserem Vorgarten friedlich vor sich hin.


[Angelina]
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4 Kommentare

  1. Olli sagt:

    Und ich dachte meine Träume wären abgedreht. ^^

  2. Angelina sagt:

    Hihi… ja, sehr durchgeknallt wa smilie

  3. Olli sagt:

    ziemlich

  4. Swarovski sagt:

    Hello, that is a really strange dream. Your site and theme is so beautiful.

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