Was wäre wenn…

- London, dpa – Am Bahnhof Kings Cross wurde gestern ein orientierungslos wirkender Junge aufgegriffen, als er versuchte mit einem Gepäckwagen durch eine Mauer zu rennen. Polizei und Sozialdienst waren sogleich zur Stelle und nahmen den Jungen in Gewahrsahm, der vehement darauf bestand er müsse durch die Mauer, um seinen Zug nicht zu verpassen.

Auf genauere Befragung gab der Junge an, zu einer vermutlich sektenartigen Gruppierung zu gehören, die sich für Magier halten. Zaubern dürfe er allerdings nicht, da dies nur erwachsenen Magiern in der Öffentlichkeit gestattet sei. Er erzählte weiterhin, Schüler an einer geheimen Schule zu sein, die nur Mitgliedern der Gruppe zugänglich sei.

Den Ort an dem diese Schule liegt konnte er nicht angeben, lediglich den Namen: Hogwarts. Die Polizei ermittelt nun in diese Richtung, um herauszufinden, inwieweit dort von der mutmaßlichen Sekte Kinder festgehalten werden. Es besteht der Verdacht, dass die Sekte in der Schule ihren Nachwuchs heranzüchtet und mittels Gehirnwäsche dazu bringt, derartig abstruse Vorstellungen zu entwickeln.

Welche Ziele die Sekte verfolgt ist noch nicht klar, die Methoden mit denen sie erreicht werden sollen jedoch werden immer deutlicher. Nach Angaben des Jungen werden martialische Bestrafungsmethoden eingesetzt, bei denen die Kinder sich mit skalpellartigen Schreibfedern selber das Sektenmantra in die Hand ritzen müssen, und der angebliche Hausmeister der Schule hängt beizeiten Kinder kopfüber im Kerker auf.

Indem sie den Kindern einreden, Magier zu sein, und dies nicht in der Öffentlichkeit zeigen zu dürfen, sorgen die Sektenführer dafür, dass alle Mitglieder der Sekte stets Stillschweigen bewahren und sich nicht hilfesuchend an die Polizei wenden. Die Methoden der Sekte sind offensichtlich so wirkungsvoll, dass die Mitglieder tatsächlich fest davon überzeugt sind, Zauberer zu sein.

Von weltlichen Dingen wie elektrischem Strom, einer anständigen Schulausbildung und dem gesellschaftlichen Leben kapselt sich die Sekte vollständig ab. Die Sektenmitglieder leben höchstwahrscheinlich in mittelalterlichen Umständen, damit sie nicht der Versuchung erliegen, in die Gesellschaft zurückzukehren. Ein weiterer Faktor, der die Sektenmitglieder einschüchtern soll, um sie bei der Sekte zu halten, ist die Erfindung eines übermächtigen Bösen, einem Zauberer der mächtiger und gefährlicher sein soll als jemals zuvor einer war. Dieses Hirngespinst hat sich so tief in den Köpfen der Anhänger eingenistet, dass sie sich nicht einmal trauen den Namen dieses angeblichen Zauberers auszusprechen.

Der Junge, dessen Name laut eigenen Angaben Harry Potter ist, wurde in die Psychiatrie eingeliefert und wird nun dort untersucht. Nach ersten Untersuchungen stellten die Ärzte ein posttraumatisches Stresssyndrom, das Stockholm-Syndrom, depressive Zustände sowie ungesteuertes aggressives Verhalten fest. Er wird nun zunächst mit Psychopharmaka behandelt, bis die Ärzte über das weitere Vorgehen entschieden haben.

smilie smilie


[Angelina]
Related Posts: •  Suchmaschinen-Murks 6   •  Hitmeister Buch-Hit zur Weihnachtszeit   •  Farewell…  

1 Comment

  1. JürgenHugo says:

    Albern is besser als ärgerlich – auch ohne GraKa! smilie

Leave a Reply

smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie smilie