Alles begann damit, dass am Samstag, dem 30. Mai, unser Auto anfing zu piepen. Genauer gesagt piepte die Öldrucklampe (da es eine Lampe ist, leuchtete sie natürlich auch auf *g*). Und das zum unpassendsten Zeitpunkt, nämlich gerade als wir nach Essen zur Hochzeit meines Schwagers fahren wollten. Genug Zeit zum überprüfen der Ursache hatten wir nicht, weswegen wir in einer Hauruck-Aktion das Auto meiner Mutter ausleihen mussten und dann noch eine Stunde zu spät kamen und die Trauung verpassten.
Am Montag, dem 1. Juni, mussten wir dann den ADAC rufen, weil trotz gutem Ölstand laut Ölmess-Stab das Piepen einfach nicht aufhören wollte. Der vermutete ein elektronisches Problem, verwies uns aber an die Werkstatt, da er das nicht genau überprüfen konnte. Also haben wir einen Termin bei der Werkstatt gemacht. Um zur Arbeit zu kommen, lieh sich mein Mann für die Woche das Auto seiner Mutter, die es zum Glück nicht brauchte.
Am Donnerstag brachten wir dann das Golfchen in die Werkstatt und hofften, dass es tatsächlich nur ein kaputter Schalter ist. Zunächst konnte der KFZ-Meister nichts finden, weshalb er versprach am Freitag das ganze Auto eimal komplett durchzuchecken. Gesagt, getan – und dann bekamen wir Freitag Mittag den Anruf: Motorschaden. Auto im Eimer. Einzige Möglichkeit: Neuer Motor – lohnt sich nicht.
Da standen wir also und überlegten: Was nun? Gebrauchtwagen oder Abwrackprämie? Nach einigen Überlegungen sind wir Samstag zum Autohaus Fleischhauer in Bonn gefahren. Nach einem kurzen Blick über die VWs blieben wir dann bei Skoda hängen, wo wirklich schöne Fabia Kombis standen. Einen Kombi wollten wir schon lange haben, dachten aber bisher dass wir uns niemals einen leisten können. Die Fabia Kombis aber kosten nicht viel mehr als ein Polo – sind dafür jedoch um einiges größer, vor allem natürlich der Kofferraum.
Übers Wochenende haben wir uns das Ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen und entschieden uns schließlich für Skoda, genauer gesagt für einen Fabia Kombi Cool Edition (warum der so heißt – keine Ahnung, vielleicht wegen der Klimaanlage?). Und dann folgte Montag ein wahrer Marathon. Um halb drei kam Tom von der Arbeit. Dann sind wir gleich los zur Werkstatt den Golf abholen, weiter nach Hause die Boxen und das Radio ausbauen, weiter zum Autohaus den Vertrag unterschreiben, dann nach Siegburg zur DEVK Versicherung abschließen, dann zum Kreishaus den Golf abmelden und den Skoda anmelden, wieder zurück zum Autohaus und das Auto abholen.
Wir hatten unheimlich Glück – bei der Versicherung war nichts los, im Kreishaus kamen wir nach 5 Minuten Wartezeit dran. Kurz nachdem wir dran waren hatte sich eine etwa zehn Meter lange Schlange vor der Anmeldung gebildet – wir waren also schlicht und einfach genau zum richtigen Zeitpunkt da. So schnell ging es noch nie da, normalerweise wartet man immer ewig.
Und so haben wir nun ein neues Auto. Es ist schwarz mit Perl-Effekt und gefällt mir richtig gut. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich nach dieser ganzen Aktion – wir mussten nur noch den Focus meiner Mutter, das wir übers Wochenende bis Montag nochmal geliehen hatten, zurückbringen – den armen Focus rückwärts gegen einen Pfahl gesetzt habe. Nun hat er grüne Lackspuren vom Pfahl hinten links an der Stoßstange und einen kleinen Kratzer. Zum Glück kenne ich aber jemanden, der mir dabei hilft das zu beheben, und muss nur die Farbe bezahlen. Uff!