Im Rahmen eines Trigami-Projektes dufte ich für die Zweibrüder Optoelectronics GmbH die Taschenlampe LED Lenser M5 testen. Gemeinsam mit Robyn habe ich in tiefster Nacht die Taschenlampe auf Herz und Nieren getestet. Robyn ist ja etwas eigen und geht gerne gegen 12 Uhr nachts nochmal nach draußen. Da braucht man eine gute Taschenlampe, um das Hündchen nicht aus den Augen zu verlieren. Alle meine bisherigen Taschenlampen erfüllten nicht wirklich meine Vorstellungen, daher freue ich mich sehr über diese Möglichkeit.
Spezifikationen
Die LED Lenser M5 benötigt eine handelsübliche AA-Migon-Batterie. Das ist die gängigste Batteriegröße und es gibt sie in jedem Supermarkt – sehr praktisch. Bis zu 6,5 Stunden lang kann man mit der Lampe dann leuchten und eine Leuchkraft von bis zu 88 Lumen erzeugen. Die Lampe wird im Betrieb maximal 33° C warm. Mit kompakten 10 cm Länge kann sie bequem in jeder Hosentasche untergebracht werden, und mit 74 Gramm ist sie ein echtes Leichtgewicht. Die vergoldeten Kontakte sorgen für optimale Leitfähigkeit und schützen vor Korrosion.
Unboxing
Die M5 wird in einer schicken Box geliefert. Im Lieferumfang enthalten sind eine AA-Batterie, eine Bedienungsanleitung, eine SmartCard (Kurzanleitung im Visitenkartenformat), ein kurzes Trageband und ein praktisches Holster, das man am Gürtel oder an der Gürtelschlaufe befestigen kann. Darin ist die Taschenlampe sicher untergebracht.

Die SmartCard enthält eine Übersicht der drei Hauptfunktionen der Taschenlampe: 100% Modus, 15% Modus und Strobe Modus. So kann man sie ganz einfach im Portemonnaie verstauen und hat immer eine Bedienungsanleitung dabei. Da die Bedienung aber sehr einfach ist, hat man die verschiedenen Modi auch so recht schnell gut drauf. Durch Kombinationen von Tasten und Schalten des multifunktionellen Knopfes am hinteren Ende der Lampe lassen sich die verschiedenen Modi schnell anwählen.
100% Modus
In diesem Modus bringt die Taschenlampe ihre volle Lichtleistung. Einmal Schalten auf dem Multifunktionsknopf aktiviert den 100% Modus. Dieser Modus ist für den Gebrauch beim Nachtspaziergang der wichtigste. Dazu später mehr im Testbericht.
15 % Modus (ECO Modus)
In diesem Modus wird die Lichtleistung abgeschwächt. Einmal Tasten, dann einmal Schalten aktiviert diesen Modus. Verwendungsbereich sind vor allem Tätigkeiten, bei denen die volle Lichtleistung zu einer Blendung führen könnte. Zum Beispiel bei Stromausfall: Kontrolliert man mit voller Lichtleistung die Sicherungen, wird man oft vom abgestrahlten Licht geblendet. Mit dem ECO Modus ist dies kein Problem mehr. Außerdem hält die Batterie im ECO Modus auch wesentlich länger.
Strobe Modus
In diesem Modus wird die Stroboskop-Funktion eingeschaltet. Mit voller Lichtleistung wird die Lampe in schneller Abfolge immer an- und wieder ausgeschaltet. Damit ist eine gewaltfreie Selbstverteidigung möglich: Der Angreifer wird derart geblendet, dass er von seinem Opfer ablässt und eine Flucht ermöglicht wird. Ich habe diese Funktion einmal kurz ausprobiert und hatte danach erstmal minutenlang Sternchen vor den Augen. Erfüllt eindeutig seinen Zweck! Diese Funktion, die durch zweimal Tasten und einmal Schalten aktiviert wird, sollte man nur im Notfall verwenden, da sie epileptische Anfällt auslösen kann!

Der Test
In tiefster Dunkelheit haben Robyn und ich eine Runde gedreht, am Rhein entlang und durch ein kleines Waldstück. Zunächst habe ich im 100% Modus defokussiert den Weg ausgeleuchtet. Im Bild seht ihr, dass ein voller Lichtkreis entsteht. Dies verdanken wir dem Advanced Focus System. Es kombiniert einen Reflektor mit einer Linse. Ihr kennt sicher das Problem bei anderen fokussierbaren Taschenlampen, die im defokussierten Zustand in der Mitte eine Art toten Punkt haben. Das ist sehr unpraktisch. Die LED Lenser Taschenlampen haben dieses Problem nicht mehr!
Die M5 lässt sich übrigens sehr leicht fokussieren. Die Bedienung ist sogar einhändig möglich. Um den Fokus zu verstellen, muss einfach nur der Kopf der Taschenlampe nach vorne oder nach hinten geschoben werden. Kein umständliches Drehen!
Die Lampe leuchtet wunderbar den Weg aus und ist so eine wirkliche Hilfe auf unbeleuchteten Wegen. Höchste Zeit, um den fokussierten Gebrauch zu testen. Auf einer großen Wiese habe ich Robyn laufen lassen. Sie streift gerne im Dunkeln umher. Sehr gewundert hat sie sich dann aber, weil sie ständig von einem sehr hellen Lichpunkt verfolgt wurde! Auf dem folgenden Bild ist Robyn etwa 30 Meter von mir entfernt. Man kann sie perfekt sehen und so verliere ich sie nicht mehr aus den Augen. Mit meiner bisherigen Taschenlampe habe ich sie auf diese Entfernung schon kaum mehr gesehen. Leider ist das Foto etwas unscharf – das Hündchen wollte einfach nicht stehenbleiben. Vermutlich hat das helle Licht sie beim wühlen nach Kleingetiers gestört… 

Die Reichweite der Taschenlampe beträgt etwa 110 Meter. Davon konnte ich mich selber überzeugen. Leider lässt sich das Licht aber ab ca. 40 Metern Entfernung nicht mehr mit meiner Kamera ablichten. Und den Blitz einschalten wäre ja witzlos.
Alles in allem ist die LED Lenser M5 eine praktische und leicht bedienbare Taschenlampe, die ihren Zweck voll und ganz erfüllt. Ich werde von nun an auf normale Taschenlampen verzichten und nur noch mit der LED Lenser rausgehen. Übrigens gibt es auch eine Community mit Foren für jede Taschenlampen-Serie, natürlich auch für die LED Lenser M-Serie. Wer Fragen zu den Lampen hat, kann sie dort stellen. Eine tolle Einrichtung, die zeigt, dass die Firma Interesse an der Kommunikation mit ihren Kunden hat!
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8 Kommentare
du könntest deinem hundi auch so ein neon/leucht-geschirr kaufen …
Robyn trägt keine Geschirre… sie mag die irgendwie nicht. Sie schmeißt sich dann auf den Boden und wälzt sich solange herum, bis ich es ihr wieder abmache.
Und lampen am Halsband bringens auch nicht, die verrutschen immer so dass man sie nicht mehr sieht.
Haben diese Taschenlampen denn eine konstant-geregelte Helligkeit?
Also kein Dunkler-Werden mit der Zeit, wie es früher bei den Lensern normal war? Wie lang leuchtet die Lampe bei 100% und 15%, bis die Helligkeit auf die Hälfte abgefallen ist? Würde mich (und andere auch!) brennend interessieren.
Alles andere ist ja irgendwie subjektiv und nicht wirklich vergleichend mit Marken wie Olight, Fenix und Eagletac.
www.light-reviews.com
So bewertet man Taschenlampen :-)
Ist in Englisch und hier wird nun mal deutsch geschrieben
und zweitens ist Angie keine Physikerin, die hier einen wissenschaftlich fundierten Test macht.
oh dein Blog ist wieder da
Jepp… ich hatte gerade einen Server-Ausfall. Musste den VPS neu starten. Panik! *bg* Aber jetzt gehts zum Glück ja wieder.
Hallo,
nach einigen Stunden Recherche im Internet zum Thema kleine, aber leistungsfähige Taschenlampen bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Nun, um es kurz zu machen: Ich bin auch ein Freund von kleinen und interessanten Taschenlampen, und deshalb habe ich mir zu Weihnachten gleich zwei von der Sorte gegönnt.
Mir haben sowohl die iTP A2 EOS (http://www.msitc-shop.com/-Geocaching-Zubehoer-iTP-A2-EOS-von-iTP-Light-1-5-80-Lumen/a-135-4-7-0-0-0.html) als auch die iTP A3 EOS (http://www.msitc-shop.com/-Geocaching-Zubehoer-iTP-A3-EOS-SS-Stainless-Steel-Body-von-iTP-Light-1-5-80-Lumen/a-123-4-7-0-0-0.html) so gut gefallen, dass ich gleich beide bestellt habe. Beide bieten in der höchsten Stufe ca. 80 Lumen, was für so kleine Lampen außergewöhnlich ist – die Lichtausbeute ist auf jeden Fall absolut klasse, das muss man mal live gesehen haben! :-)
Wie sieht es denn mit dem Akku verbrauch aus? Wie lange halten die denn so im Schnitt?
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