Für FUJIdirekt durfte ich das FUJIFILM Fotobuch brillant testen. Bei dieser Neuheit wird echtes Fotopapier verwendet. Das sorgt für eine hohe Druckqualität, strahlende Farben und eine lange Haltbarkeit. Ein guter Grund, um es mal ausgiebig zu testen!
Wie bei eigentlich allen Fotobuch-Services muss man zunächst ein Programm bei FUJIdirekt herunterladen. FUJIdirekt ist übrigens ein Service der FUJIFILM GmbH & Co. KG, die wohl den meisten noch aus Analogbild-Zeiten als einer der bekanntesten Hersteller von Fotofilmen im Gedächtnis sein sollte.

Zuerst muss natürlich ein Format ausgewählt werden. Das Fotobuch brillant gibt es derzeit in vier Größen: A3 Panorama (Querformat), 30×30 Quadratisch, A4 Panorama, 20×20 Quadratisch.
Ich habe mich für das Buch A4 Panorama entschieden. Alle vier Größen sind mit 24, 40, 56 oder 72 Seiten erhältlich. Ab 24,95 gibt es die kleinste Variante, die größte ab 49,95.
Die Fotobuch Software lässt sich gut installieren und läuft auch auf meinem viel zu vollen und etwas veraltetem Rechner einwandfrei. Öfter haken solche Programme, mit diesem bin ich in der Hinsicht sehr zufrieden. Nachdem ein Format ausgewählt wurde, öffnet sich zunächst der Assistent. Mit diesem kann man in drei Schritten ganz schnell automatisch ein Fotobuch erstellen lassen.
Im ersten Schritt wählt man über eine Explorer-ähnliche Oberfläche die Fotos aus, die in das Fotobuch sollen. Einfach ein oder mehrere Foto/s markieren und dann auf “Fotos hinzufügen” klicken – ganz einfach. Weiterhin kann man den Hintergrund auswählen und angeben ob viele oder wenige Bilder pro Seite gesetzt weden sollen. Im nächsten Schritt wählt man ein Bild für das Cover sowie den Titel für das Buch aus. Und den dritten Schritt erledigt das Programm nach einem Klick auf weiter von alleine: Es sortiert die Fotos automatisch nach Motiven zueinander passend. Und das funktioniert erstaunlich gut! Bilder, die aus der Reihe tanzen, kann man außerdem nachher noch problemlos bearbeiten.

Dennoch, ich bin kein Fan von automatischer Anordnung. Daher habe ich mein Fotobuch komplett von Hand befüllt. Das geht, indem man einfach nach Programmstart den Assistenten mit “Abbrechen” beendet.
Nun kann man nach Belieben sämtliche Fotos von Hand einfügen und positionieren, Hintergründe für jede einzelne Seite einstellen, Texte einfügen und vieles mehr. Die einzelnen Seiten kann man im Menü unter der Hauptmenüleiste anwählen.
Mein Fotobuch habe ich recht einfach gestaltet, denn eines wollte ich schon immer mal ausprobieren: Pro Seite nur ein Foto, ganzseitig ohne Rand. Um das zu erreichen, setzt man einfach auf jeder Seite ein Foto als Hintergrund. Oben links wählt man einen Ordner aus, dann erscheinen darunter die Fotos in diesem Ordner. Klickt man eines davon mit rechts an, erscheint ein Menü, in dem man “Foto als Hintergrund wählen” klickt. Schon erscheint das gewählte Foto auf der ganzen Seite. Dazu eigenen sich natürlich im Panaroma-Fotobuch nur Bilder im Querformat.

Oben links in der Spalte wo die Ordner angezeigt werden finden sich noch drei weitere Reiter: Hintergründe, Effekte und Layouts. Besonders interessant ist dabei die Rubrik Effekte: Hier kann man verschieden Filter auf die Fotos anwenden. Das habe ich für meinen Umschlag verwendet. Besonders schön sind die Effekte mit den verschwommenen oder abgerissenen Rändern. Mit den Effekten kann man sich wirklich lange beschäftigen… 
Des weiteren findet sich dort noch eine Sammlung von verschiedenen Hintergrundmotiven, sortiert nach Farben und Motiven, sowie eine Sammlung von Layouts. Das sind vorgefertigte Seitendesigns mit Fotobereichen und Textbereichen, die man auf einzelne Seiten anwenden und dann mit Fotos und Text versehen kann.
Eine Funktion zum bearbeiten von Fotos darf natürlich nicht fehlen. Es gibt eine automatische Bildoptimierung, eine Funktion zum drehen des Bildes, die obligatorische Rotaugenkorrektur, ein Tool zum zuschneiden und verschiedene Effekte wie Negativ, Sepia, Malfilter und einige Linseneffekte (Wirbel, Zoom u.ä.).
Der Bestellvorgang ist ebenfalls übersichtlich und geht schnell über die Bühne. Je größer die Bilder und das Fotobuch, desto länger dauert natürlich die Übertragung, aber insgesamt bin ich mit der Übertragungsgeschwindigkeit zufrieden. Die Lieferzeit beträgt laut Angaben des Herstellers etwa eine Woche. Mein Fotobuch war nach genau 8 Tagen bei mir. Das ist wohl dem Wochenende zu verdanken. 
Auf den ersten Blick macht das Fotobuch schonmal einen tollen Eindruck. Der Einband glänzt schön und die Verarbeitung sieht ordentlich aus. Beim aufklappen fällt als erstes die besondere Bindung auf. Es handelt sich um eine Leporello-Bindung, die dafür sorgt, dass das offen liegende Buch vollkommen gerade liegt. Kein Falz in der Mitte, der bei Fotobüchern oft Teile vom Motivrand abschneidet.

Zuerst hielt ich die Bindung für geleimt an den Kanten. Bei genauem Hinsehen stellt man aber fest, dass im Grunde jede Seite im Grunde aus zwei Seiten besteht: Aus der rechten Hälfte der ersten Doppelseite und der linken Hälfte der zweiten. Hälfte deshalb, weil sozusagen jede Doppelseite ein Bogen Fotopapier ist, das in der Mitte gefaltet ist und dann auf beiden Seiten fest verklebt mit der jeweiligen nächsten halben Seite. Hört sich kompliziert an, sorgt aber für eine komplett benutzbare Fotooberfläche. Das Problem, dass bei Fotos die über eine Doppelseite gehen oft in der Mitte durch die Bindung ein Teil verschwindet oder sich verschiebt, entfällt! Das ist wirklich genial und sorgt nebenbei noch für eine hohe Stabilität des Buches. Ich bin tatsächlich begeistert!
Die Seiten aus Fotopapier erinnern mich an die Fotos, die ich früher beim Fotografen bekommen habe, wenn ich Fotos zum entwickeln brachte. Hochwertiges Fotopapier, nicht zu vergleichen mit den Abzügen die man aus Fotoautomaten bekommt.
Alles in allem gefällt mir das Ergebnis sehr gut und ich hoffe, dass bald noch mehr Formate dazu kommen, vor allem DinA4 Hochformat. Dann werde ich ganz sicher weitere Fotobücher bei Fujidirekt bestellen! 
Produkttest als Onlinebotschafter (www.onlinebotschafter.com)