Bachelor-Studenten haben ein hartes Leben. Im Grunde könnte man auch weiter zur Schule gehen. Die meisten Vorlesungen (die jetzt übrigens Plenum heißen) und Übungen sind vorgegegeben, es gibt kaum Wahlmögli chkeiten. Ständig Klausuren, für die man Stoff pauken muss, der einen im Grunde nicht interessiert – dabei soll ein Studium doch eigentlich eigenverantwortliches Lernen bedeuten. Idealbild ist für mich das Studium um des studierens willen, nicht verschultes Lernen mit Anwesenheitslisten und Sanktionen bei mehr als zweimaligem Fehlen. Und das Ding ist halt: Ich hasse Schule. Wie die Pest.
Aber so ist es nunmal. Da sehne ich mich manchmal zurück nach meiner Ausbildungszeit. Ich habe nämlich Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt, und da musste ich nicht lernen. Die Berufsschule war so pupseinfach dass ich fast nie da war und trotzdem in der Prüfung mit 1,x abschnitt. Also nix mit Schule. Und auf der Arbeit habe ich eine Menge Akten kopiert. Das heißt: a) Einen Stapel Blätter aus Akte A nehmen, in den automatischen Einzug legen und warten. Währenddessen kann man sich fantastisch kreativ beschäftigen. So hing über unserem Kopierer nach einiger Zeit eine Karikatur aller Mitarbeiter, gezeichnet auf einer Pappunterseite einer Papier-Schreibtischunterlage.
Nächster Schritt: b) Kopierte Blätter wieder einheften, c) Kopien lochen und ebenfalls einheften. Ihr seht, das ist keine wirkliche Herausforderung. Aber irgendwie hat’s Spaß gemacht. Manchmal. 
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Bäh. Ich seh schon, ich werde nicht studieren.
Es gibt doch so praktische Multifunktionsgeräte für den PC. Aaaaber: kopieren kann man damit auch, wenn der PC aus is!
Und gleichzeitig noch
– wenn man geschickt ist…
Gönn dir doch so eins!
so eine “Ausbildung” hätte ich mir nicht gefallen lassen,
@Kiri: Ja zumindest nicht Bachelor bevor sie nicht gehörig was dran geändert haben
@JürgenHugo: Ja das ist ja mal ne subba Idee. Und die Ham auch nen automatischen Einzug? Hach ein Traum wird wahr *bg*
@blogZicke: So schlimm war es nicht, hab’s natürlich etwas überspitzt dargestellt
ich hab natürlich auch anderes gemacht. Aber das Akten kopieren gehört halt dazu.
Jaja, manchmal sehne ich mich auch nach meiner Ausbildungszeit zurück, dann erinnere ich mich aber wieder an das frühe aufstehen und bin froh, dass ich das nicht mehr habe
Ich freuh mich das ich noch in der Ausbildung bin. Ich habe Schule auch ziemlich gehasst und mag meine Berufschule bis heute nicht wirklich.
Dafür mach ich in der Ausbildung den ganzen Tag mehr oder weniger Interessante Sachen und bin mir Sicher das ich das auch Später noch machen will.
Is doch auf die dauer Langweilig, da hat man doch ein viel besseres Gefühl wenn man was gelernt hat und das auch Anwenden kann. Bisschen den Kopf zu beantspruchen, so stupide Arbeit würde mich lediglich nerven. Aber ist ja bei jedem anders.
Holla,
das kommt mir doch sehr bekannt vor.
Und dabei ist mein Studiengang noch einer der kreativeren mit viel Gestaltungsraum – und doch wieder sehr eingeschränkt im Vergleich zum “alten Studium”.
Fakt ist ja nunmal leider, dass die Industrie andere Vorstellungen hat. Und es hat sich durch Bologna wieder stark gezeigt, wer denn in Europa die Länder regiert. Das Volk sicherlich nicht (ich erinner an die Saalbestzungen in Deutschland oder auch die Studentenrevolten in Frankreich).
Ich bin froh, wenn ich in 1-2 Semestern durch bin und wieder arbeiten kann.
Beim Arbeitgeber weiß ich wenigstens, woran ich bin.
Tja so geht es mir auch. Oft sitze in der Vorlesung z.B. in Mathe und frage mich, ob ich hier überhaupt richtig bin. Ich meist nix verstehn. Aber da bin ich allein. So geht es den meisten im Semester.
Da war es während der Ausbildung zum Bauzeichner wesentlich einfacher. :-)
Ich mag dieses Pauk-System auch nicht. Das haben sie sich aus den USA abgeguckt – wo es übrigens jetzt wieder abgeschafft wird!! Zu Magister-Zeiten hat man noch “fürs Leben” gelernt. Jetzt ist alles nur noch ein einziger Stressfaktor. Bin froh, dass ich nicht mehr studiere…
Ich wage zu behaupten das du eine etwas merkwürdige Einstellung zum studieren bzw. lernen hast.
@Luigi: Nein, ich studiere und lerne sehr gerne. ich bin jedoch gegen diese Verschulung. Ich möchte selbstständig lernen und nicht als 26jährige wie ein Schulkind behandelt werden, dem man Hausaufgaben aufgeben muss, damit es überhaupt etwas lernt.
Das derzeitige Bachelor-System trägt nicht zur Bildung bei, sondern lediglich dazu, dass die Stundenten sich den Stoff für die Klausuren reinpauken und dann wieder vergessen. Wir lernen Zeug, dass wir für unser eigentliches Studium nicht brauchen, und das nur weil Studiengänge zusammengelegt werden, weil es zu wenig Kapazitäten gibt. Das ist schlicht und ergreifend Murks.