Die Sache mit den Kleidern

Letztens habe ich mir in Bonn ein Kleid gekauft. Das wäre jetzt an sich nichts ungewöhnliches, bedenkt man dass ich weiblich bin. In meinem Fall kommt es allerdings äußerst selten vor. Ich bin kein Kleider-Typ, ich fühle mich allgemein wohler in Hosen.

Schon als kleines Kind konnte ich Kleider nicht leiden. Man musste mich regelrecht zwingen eins anzuziehen, was auch nur bei feierlichen Anlässen vorkam. Ich war ein eher wildes Kind – ich bin auf Bäume geklettert, habe mich mit meinen Brüdern geprügelt und Hütten im Wald gebaut.

Heute ist das natürlich anders. Wie das so ist, ändert man sich wenn man älter wird. Heute gefallen mir Kleider durchaus, viele finde ich wunderschön. Das Problem ist nur: Wenn ich eins anziehe und mich im Spiegel betrachte, komme ich mir meistens ziemlich komisch vor. Ich finde dass ich unförmig darin aussehe, dass es mir nicht steht, und überhaupt – ich fühle mich einfach nicht wohl.

Aber dieses Kleid, das ist irgendwie einfach schön! Geht bis über die Knie knapp, unter der Brust gerafft und fällt dann schön weit. Und es ist schwarz, das ist ja allgemein eine eher unauffällige Farbe, die der Figur schmeichelt. Nicht dass ich das nötig hätte, kch kch smilie smilie

Nur schade dass jetzt wieder so mieses Wetter ist ständig, da kann man ja nicht in knappen Kleidchen rumlaufen. Nee. smilie

Ey Mann, wo is mein Schlüssel?

Als ich am Dienstag Nachmittag den Pattepu von der Kita abholen wollte, fiel mir genau in dem Moment, in dem ich meine Wohnungstür zuzog, siedend heiß ein, dass ich nicht kontrolliert hatte ob mein Schlüssel in meiner Tasche war. Panisch in meiner Tasche wühlend stellte ich dann fest, dass er nicht da war. Das ist typisch, wirklich – normalerweise sehe ich immer bevor ich rausgehe nach ob ich meinen Schlüssel habe, weil ich ein furchtbar verpeilter Mensch bin. Und wenn ich das dann einmal nicht mache, liegt er natürlich prompt gemütlich drinnen in der Wohnung – und ich stehe draußen vor der Tür, die gerade ins Schloss gefallen ist.

Was nun? Ich versuchte zunächst mit meinem Bibliotheksausweis die Tür aufzubrechen – im Fernsehen sieht das ja immer so leicht aus und die Karte hat etwa die gleiche Stärke wie diese Spezialkarten zum Türen öffnen. Ich bekam sie auch an der Kante vorbei in die Tür, aber leider nicht nach unten gezogen, weil sie immer umknickte. Auch die Ikea-Karte, die etwas stärker, aber nicht ganz so dick wie eine herkömmliche Scheckkarte ist, brachte keinen Erfolg.

Also lief ich erstmal in Richtung Kita, denn ich musst ja den Pattepu abholen. Auf dem Weg rief ich meine Nachbarin an um zu fragen wann sie zuhause sei, um im Notfall bei ihr warten zu können bis mein Mann abends von der Arbeit käme. Leider war sie gerade an diesem Tag auf einem Betriebsausflug. Ich musste also eine andere Lösung finden. In der Kita ließ ich mir Stift und Papier geben und nahm meinen soeben gefassten Plan in Angriff.

Unser Vermieter hat in einem Safe Ersatzschlüssel für die Wohnungen aufbewahrt, was mir schon ein paarmal den Hintern gerettet hat, denn dies ist beileibe nicht das erste Mal dass mir dies passiert. Leider ist er vor kurzem nach Niedersachsen gezogen und hat die Vermieterpflichten an seine Exfrau übergeben. Meine Hoffnung war nun dass sie auch die Schlüssel hat. Allerdings stellte sich mir das Problem, dass ich ihre Telefonnummer noch nicht im iPhone gespeichert habe, und von meinem Vermieter nur die Festnetznummer – die nun natürlich nicht mehr existiert.

Also suchte ich im Online-Telefonbuch nach ihrem Nachnamen, denn mehr wusste ich nicht von ihr. Ich hoffte dass sie im gleichen Ort wohnte wie ihr Exmann und wählte die Nummer der einzigen Frau dieses Namens in besagtem Ort. Dann stammelte ich etwas um, ob sie die Frau wär von dem Mann der da in der Straße Soundso die Häuser hat. Und hatte Glück: Sie war es, sie hatte auch die Schlüssel, und sie war zuhause. Ich müsse allerdings vorbeikommen und mir den Schlüssel abholen.

Also mit dem Pattepu ab zur Bushaltestelle und einen Ort weiter zum Wohnort der neuen Vermieterin gefahren. Die richtige Haltestelle und eine Beschreibung wie ich zu ihrem Haus komme hatte sie mir gesagt, aber die Beschreibung war irgendwie komplett falsch – oder ich habe sie mir falsch gemerkt. Aber zum Glück hilft Google Maps da weiter und so fand ich nach ein wenig umherirren dann die Adresse und konnte den Schlüssel abholen, und dann ging es mit dem Bus wieder zurück. Vorher musste ich natürlich nochmal 20 Minuten warten, weil mir der Bus vor der Nase davon fuhr.

Obwohl ich nicht weit fahren musste, hat mich die ganze Aktion dank der Rumlauferei und verpasstem Bus gute zwei Stunden gekostet. Außerdem jede Menge Nerven und Blasen an den Füßen, denn eigentlich wollte ich ja nur eben den Pattepu abholen und nicht stundenlang in neuen Flip Flops durch die Gegend latschen.

Ja, und ich kann nicht mal sagen dass mir das durch den Schock nie wieder passiert, denn wie gesagt, es ist nicht das erste Mal. Ganz und gar nicht. Ich bin einfach ein unglaublich verpeilter Mensch, und wenn ich nicht alles mehrfach kontrolliere vergesse ich alles mögliche. Da ist Hopfen und Malz verloren, fürchte ich. smilie

Ein bisschen Liebe für den Balkon

Ich muss ja zugeben, dass wir unseren Balkon seit Jahren sträflich vernachlässigen. In unserer alten Wohnung ging das auch gar nicht anders – der Balkon hatte gerade mal Platz für einen Stuhl, eigentlich durfte der sich nichtmal Balkon schimpfen. Und hässlich war er auch. In unserer neuen Wohnung haben wir allerdings eigentlich einen schönen großen Balkon, mit Fliesen und viel Platz für Stühle und einen Tisch. Tja, aber irgendwie lottert der auch mehr vor sich hin, und wird als Abstellraum oder zum Wäsche trocknen zweckentfremdet.

Tom derweil träumt immer mal wieder von selbst angebauten Erdbeeren, Tomaten oder gleich ganzen Apfelbäumen auf unserem Balkon. Das Problem dabei: Ich habe nicht unbedingt viel Talent, wenn es um Pflanzen geht. Um nicht zu sagen, ich bin eine Niete. Ich habe keine Ahnung welche Pflanze wieviel Wasser braucht – ab und zu ersäufe ich auch mal eine. Dabei muss ich ja zugeben, dass so ein kleiner Obstgarten auf dem Balkon schon nett wär!

Aber im Internet gibts natürlich auch für den unbedarften bepflanzungswilligen Neu-Balkonier Hilfe: Zum Beispiel im Balkonliebe Magazin von pflanzenbringer.de. Und offensichtlich kann man wesentlich mehr Obst und Gemüse auf einem Balkon anbauen, als ich gedacht hätte: Zum Beispiel Paprika, Bohnen, Erbsen, Weintrauben oder Brombeeren. Und natürlich jede Menge Kräuter!

Viele Einsteigertipps finden sich im Magazin, so dass auch Noobs wie ich vielleicht doch irgendwann mal einen grünen Balkon haben können. Ob Naschbalkon oder Blütenbalkon – oder einfach beides auf einmal. Das Magazin kann kostenlos heruntergeladen werden – werft doch mal einen Blick rein, vielleicht bekommt ihr ja auch Lust bald eure eigenen Erdbeeren auf dem Balkon zu ziehen. smilie

Und die Pflanzen kommen dann dank pflanzenbringer.de bequem nach Hause, ganz ohne Besuch in der Gärtnerei. Zum Beispiel eine schicke Artischockenpflanze! Ich liebe Artischocken, die schmecken super auf Pizza, und auch gekocht, mit Dipp. Ob man die auch auf dem Balkon anpflanzen kann? Das muss ich wohl mal rausfinden! Ich darf nämlich dank Kati von sonic grape den Pflanzenlieferdienst testen und bin gespannt, wie das so funktioniert. Nur das mit dem Apfelbaum, das wird wohl eher nichts. smilie

Die Ballerinas und ich

Das absolute Must-Have dieser Sommersaison sind ganz offensichtlich Ballerinas. Beinahe jedes Mädel, jede Frau hat mindestens ein Paar, und auf der Straße sind sie allgegenwärtig. Sehen ja auch echt gut aus zu den eng anliegenden Jeans, die man im Moment so trägt, und auch zu kurzen Hosen und Röcken passen sie wunderbar. Abgesehen davon sind die Dinger natürlich einfach irre bequem.

Allerdings stehen die Ballerinas und ich leider ein bisschen auf Kriegsfuß: Ich finde sie durchaus hübsch, so ist das nicht. Auch habe ich jede Menge Klamotten, zu denen sie super passen. Nur dummerweise sehen die meisten an mir einfach total blöde aus! So tuffige kleine Schühchen, mit Schleifchen, Glitzersteinchen und am besten noch aus Lackleder, das geht einfach nicht. Nee. Es passt nicht zu mir, gar nicht.

Daher tue ich mich sehr schwer, Ballerinas zu finden, die mir auch an mir selber gefallen. Vor einigen Wochen hatte ich dann bei Deichmann endlich ein Paar gefunden, das mir zusagte: Blaue Ballerinas im Chucks-Style, mit Kappe vorne.

Ballerinas Chucks-Style

Dummerweise merkte ich erst nach zwei Tagen tragen, dass der linke Schuh zu schmal für meinen Fuß war – der Fuß wurde so beim Laufen leicht zusammengedrückt und ich hatte auf einmal ständig Krämpfe im Fuß. So stehen die Schuhe nun traurig im Schrank, und ich musste weitersuchen.

Und dann war ich gestern mit meiner besten Freundin einkaufen und aus einer Laune heraus spazierten wir in ein Schuhgeschäft. Ja, und da standen sie: Die perfekten Ballerinas. Im klassischen Stil geschnitten, mit einem kleinen Schleifchen vorne dran – und mit einem fett krassen Tarnfleck-Muster!

Ballerinas Tarnfleck-Muster

Abgefahren, oder? Ich liebe die Dinger! Sie sind so herrlich Anti-Mainstream, so rebellisch. Tarnfleck und Ballerinas, das passt eigentlich gar nicht zusammen. Das ist wie mit Barbiepuppen spielen und auf Bäume klettern. Also quasi genau ich. smilie

Cola-Entzug

Momentan bin ich ja wieder mal regelmäßig beim Zahnarzt, weil eine meiner Wurzeln entzündet ist. Letzten Montag hat meine Zahnärztin dann auch gleich Zahnstein weggemacht und dabei festgestellt, dass ich Demineralisierungen an den Zähnen habe. Grund dafür kann sein, dass man zu viele säurehaltige Getränke zu sich nimmt. Tja, da brauch ich mich ja nicht lang fragen woran es liegt – schießlich bin ich hochgradig colasüchtig, das Zeug schmeckt einfach zu gut!

Nur leider wurde mir nun von meiner Zahnärztin dringlich nahegelegt, meinen Colakonsum deutlich zurückzuschrauben und vorerst ganz einzustellen, damit die demineralisierten Zähne mit Elmex Gelee usw. eventuell noch eine Chance haben, sich zu remineralisieren. Ansonsten müsste man nämlich an einem Zahn deswegen eine Füllung machen, weil die Demineralisierung so weit fortgeschritten ist, dass die Zahnsubstanz gefährdet ist. Ein herber Schlag für mich. Erstmal dachte ich dabei allerdings nur an den Genuss, der mir in Zukunft entgehen würde.

Was dann kam, damit hatte ich nicht gerechnet. Nach einem Tag ohne Cola fühlte ich mich abends irgendwie schlapp, früher müde als sonst und irgendwie lustlos. Am nächsten Tag war ich morgens nach dem aufstehen noch platter als sonst. Ich bin nun defintiv kein Morgenmensch und döse auch gerne mal im Bus auf dem Weg zur Uni ein, aber an diesem Morgen war ich echt am Ende. Dazu kam, dass langsam aber sicher ein fieser Kopfschmerz in meiner linken Schläfe zuckte.

Mittags war ich wieder zuhause und legte mich erstmal mit dem Pattepu zusammen hin, weil ich mir sicher war dass ein paar Stunden Schlaf helfen würden. Großer Irrtum! Als ich aufwachte dröhnte mein Kopf wie wahnsinnig, ich konnte die Augen kaum aufhalten und dachte, ich müsste sicherlich gleich sterben. Ich trank eine Capri-Sonne, aß ein großes Stück Kuchen und erwog sogar, eine Tasse Kaffee mit ganz viel Zucker drin zu trinken, weil sich mir langsam der Verdacht aufdrängte, dass nicht der Zucker, sondern das Koffein in der Cola meinem Körper fehlte. Nach zwei Schlucken tat ich diese Idee aber ganz schnell wieder ab. Kaffee ist so widerlich! smilie

Schließlich, nach stundenlanger Quälerei, kroch ich auf dem Zahnfleisch zum Kiosk und kaufte mir eine Flasche Cola. Ich stürzte das erste Glas herunter wie eine Wahnsinnige, und nach dem zweiten merkte ich, wie langsam meine Lebensgeister zurückkehrten. Nach kurzer Zeit war die Flasche leer, und ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, aber keine Kopfschmerzen mehr. Ich war zwar noch etwas groggy, aber fühlte mich wieder einigermaßen gut.

Und so musste ich mir eingestehen, dass man offensichtlich tatsächlich süchtig nach Cola sein kann. Ob es nun das Koffein ist oder der Zucker (oder beides in Kombination), die Tatsache dass ich lange Zeit so gut wie nichts anderes als Cola getrunken habe, hat offensichtlich dazu geführt, dass sich mein Körper daran sehr gewöhnt hat. Und dass es ihm fehlt, wenn es plötzlich weg ist. Das hat mich, muss ich zugeben, doch ein bisschen schockiert. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, die Cola einfach wegzulassen. smilie

Die vergangenen beiden Tage habe ich dann nach und nach weniger Cola getrunken, heute waren es zwei Gläser. Ich habe immer wieder ein leichtes Drücken im Kopf und komme morgens nach wie vor sehr schwer aus dem Bett, aber es lässt sich ertragen. Innerhalb der kommenden Woche will ich dann vollständig von der Cola “runter sein”. So ein sanfter Entzug ist doch schonender, und ich habe wirklich keine Lust, mich nochmal einen Tag lang so mies zu fühlen wie am Donnerstag. smilie

Was lernen wir daraus? Cola ist Teufelszeug, sie macht ernsthaft abhängig. Zwar tötet sie keine Gehirnzellen, aber sie schleicht sich heimlich an. Der nette grinsende dicke Weihnachtsmann kann ja auch nichts böses im Sinn haben, oder? Von wegen! smilie

Leben ohne Robyn

Gut eine Woche bin ich nun ohne Hund. Es ist seltsam, gerade die ersten Tage war es so furchtbar leer in der Wohnung. Ich habe einige Tage lang immer wieder ihre Pfötchen auf dem Laminat tappsen gehört, und wenn ich aus dem Augenwinkel einen Schatten irgendwo vorbeihuschen sah, habe ich jedes Mal erwartet, dass Robyn hinter der Ecke auf mich wartet, als wäre nichts gewesen.

Nun wird es langsam besser, ich habe mich ein wenig daran gewöhnt dass sie nicht mehr da ist. Aber ich habe immer noch diese Momente, in denen mein Hirn vergisst, was passiert ist – dann denke ich einen ganz kurzen Augenblick lang abends bevor ich ins Bett gehe, dass ich ja noch runter gehen muss. Kurz darauf fällt mir dann natürlich auf, dass ich das nicht muss – das ist schon sehr seltsam. Auch zu ihrem Platz, an dem ihr Körbchen stand, schaue ich immer wieder unbewusst rüber, weil es mir in den vergangenen Monaten zur Gewohnheit geworden war, immer regelmäßig nach ihr zu sehen. Dann fällt mein Blick auf den leeren Fleck, und ich werde ein wenig traurig.

Fotos von ihr kann ich mir noch nicht so gut anschauen, das braucht noch ein wenig Zeit. Doch sicher wird auch das mit der Zeit besser, und ich hoffe eines Tages wieder die vielen schönen Fotos von ihr ansehen zu können und mich dabei zu freuen, dass ich so viele Jahre einen wundervollen Hund hatte, der mir so viel gegeben hat. Ich danke dir für die schöne Zeit, meine Kleine! smilie

Ein knirschender Zahn. Und jetzt?

Gestern habe ich erschreckt festgestellt, dass mein wurzelgefüllter Backenzahn im Unterkiefer auf der linken Seite knirscht. Nicht so wie ein normales Zähneknirschen – mehr so als ob er irgendwo einen Knacks hätte. In letzter Zeit zog es auch öfter mal im Zahn, obwohl der ja mit der Wurzelfüllung eigentlich tot ist und nichts mehr spüren dürfte.

Da steht also mal wieder ein Zahnarztbesuch an und ich befürchte, dass er irgendwo angebrochen ist. Das passiert schnell bei wurzelgefüllten Zähnen: Sie brechen und müssen dann überkront werden. Bisher habe ich keine Kronen – also erstmal recherchieren was so etwas kostet und ob man etwas bestimmtes beachten muss.

Zum Beispiel, woraus eine Krone bestehen sollte. Da gibt es nämlich offensichtlich Unterschiede: Eine “normale” Krone besteht aus Keramik oder Metall, entweder rein (zum Beispiel die Goldkrone von Oma oder Opa smilie ) oder mit Keramik verblendet. Keramik ist dabei wohl die bessere Wahl, da Metall eher Allergien auslösen kann. Die beste Lösung wäre aber wohl eine Zirkonkrone – ein Material, das nicht nur sehr gut verträglich ist (wichtig, weil ich ohnehin schon genug Allergien habe und in der Hinsicht vorsichtig sein sollte), sondern sehen auch natürlicher aus als andere Kronen und halten länger.

Vermutlich sind sie allerdings auch teurer – zum Glück habe ich aber aus weiser Voraussicht vor kurzem endlich mal eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Hat ja lange genug gedauert – den einen oder anderen Hunderter hätte ich sicherlich sparen können, wenn ich das mal früher in Angriff genommen hätte.

Allerdings musste ich auch erstmal eine finden, die sich für mich eignet: Ganz so einfach ist das nämlich nicht, bei meiner Vorgeschichte brauche ich zum Beispiel auf jeden Fall eine, die auch bei Zähnen mit Vorschäden zahlt. Immerhin habe ich schon zwei Zähne mit Wurzelfüllungen und einige geflickte Löchlein. Nur Zahnlücken sind mir zum Glück bisher erspart geblieben.

Ich würde auf jeden Fall allen, die öfter mal Probleme mit den Zähnen haben, so eine Versicherung empfehlen. Spätestens bei Kronen, aber auch schon bei Füllungen von Backenzähnen, die die Kasse nicht immer übernimmt, merkt man, wie teuer Zahnarztbesuche werden können – und das Geld gebe ich dann doch lieber woanders aus! Da lohnt sich das durchsehen einiger Testergebnisse von Zahnzusatzversicherungen, vor allem die Waizmann Tabelle ist sehr hilfreich und war entscheidend für meine Wahl. smilie

Eins ist aber auf jeden Fall klar: Ein Goldzahn kommt mir nicht in den Mund! Und das nicht wegen der Allergie, sondern weil es einfach blöd aussieht.

Pistenabbau in Kleinarl

Unser Ferienhaus liegt mitten in Kleinarl und der Lift hoch ins Skigebiet ist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt, wenn man ein Stück hochläuft kann man sogar den halben Weg mit den Skiern abfahren. Und das beste war immer, dass es sogar eine Abfahrt gibt, über die man direkt bis zum Haus fahren kann: Über die Piste unterhalb vom Gasthof Pröll, in dem es die beste Gulaschsuppe der Welt gibt, kann man dank eines Ziehweges und einer abschüssigen Wiese bis unmittelbar vor unsere Haustür fahren.

Bisher. Denn in diesem Jahr erwartete uns erstmal eine ziemliche, naja, Überraschung: Die Abfahrt unterhalb von Pröll wird seit dieser Saison weder beschneit noch präpariert, sie ist nun eine “Naturpiste”. Das bedeutet: Sobald es mal einige Tage nicht schneit und viele die Piste herunterfahren, kommen ganz schnell Erde und Wiese zum Vorschein. Schon nach wenigen Tagen war das Stück in tierisch schlechtem Zustand und man konnte kaum mehr darauf fahren.

Warum die Piste nicht mehr präpariert wird, das versteht keiner so richtig. Vielleicht lohnt es sich nicht für die Liftgesellschaft, das mag wohl sein. Verständlich ist es trotzdem nicht – andere Skiorte würden sich freuen über eine Piste, dank der viele Gäste bis vor ihre Haustür fahren können. In Kleinarl aber wird sie abgeschafft.

Besonders ärgerlich ist diese Tasache allerdings für die Familie Pröll, die den Berggasthof oberhalb besagter Piste betreibt. Denn wenn man von der Haupt-Talabfahrt zu Pröll hinüber fährt, muss man eigentlich über die zweite, nun abgeschaffte Piste ins Tal fahren. Zurück zur Talabfahrt zu gelangen ist mit einigem Aufwand und Anstrengung verbunden, oder aber mit einer Fahrt über ein Straßenstück, das mit Split gestreut ist. Da sind zerkratzte Ski vorprogrammiert. In Betracht dieses Aufwandes werden wohl in Zukunft einige Gäste ausbleiben – und das, obwohl es bei Pröll wirklich göttliche Gulaschsuppe gibt. Und der Krautsalat ist auch nicht zu verachten!

Bleibt nur zu hoffen, dass einige Feriengäste sich ein Herz fassen und an den Bürgermeister oder die Liftgesellschaft schreiben und darum bitten, diese in meinen Augen unnötige und nur Nachteil bringende Änderung wieder aufzuheben. Denn die Dorfabfahrt war immer eine echte Bereicherung für den Ort und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die sich freuen würde wenn man sie im nächsten Jahr wieder anständig fahren könnte.

Winterurlaub 2010: Toms Unfall

Wie jedes Jahr ging es auch dieses Jahr Weihnachten zum Skiurlaub nach Kleinarl in Österreich. In unserem Feriendomizil im Holzblockhaus Hiller haben Tom und ich die kleine Ferienwohnung gemietet, meine Eltern, Tante und Schwester die große.

Den ersten Skitag habe ich gleich mal verpasst, weil ich ziemliche Magenprobleme hatte. Am Sonntag hatte dann Tom seinen ersten Skikurstag. Er fährt ja erst seit einigen Jahren und muss noch ein bisschen üben. Wir hatten verabredet, dass wir uns um 12 Uhr nach Ende des Kurses unten am Lift treffen, damit er den Pattepu mit zurück nimmt, den ich auf dem Schlitten mitgenommen hatte.

Doch als wir Punkt 12 dort unten standen, war von Tom keine Spur. Nach zehn Minuten, als er immer noch nicht auftauchte, entdeckte ich seine Ski im Skikeller. Ich versuchte ihn auf seinem Handy zu erreichen, das er morgens in der Ferienwohnung hatte liegen lassen – lag es doch nahe, dass er die Verabredung vergessen hatte und nun dort war. Aber er ging nicht dran.

Schließlich habe ich dann in der Skischule nachgefragt – und war erstmal ziemlich geschockt als ich die Antwort bekam, dass er um 11 einen Unfall gehabt hätte, mit der Ambulanz abgeholt worden sei und jetzt vermutlich im Krankenhaus in Schwarzach zum Röntgen wäre. Schwarzach, müsst ihr wissen, liegt am anderen Ende des Tales und ist ziemlich weit zu fahren!

Ich bekam die Telefonnummer des Krankenhauses und die einiger umliegender Ärzte und durfte dann erstmal rumtelefonieren, denn im Krankenhaus war Tom nicht. Ich fand ihn schließlich bei einem Arzt in Wagrain – das ist nur ein Ort weiter. Circa 5 Euro vertelefoniert und mittlerweile fast ein Uhr, sah ich meinen zweiten Skitag flöten gehen und wurde etwas sauer, hatte Tom doch mal wieder sein Handy vergessen und die ganze Aktion hätte viel einfacher sein können, wenn er es dabei gehabt hätte.

Der arme Kerl saß derweil beim Arzt, war geröntgt worden und hatte verzweifelt versucht, jemanden von uns zu erreichen. Dazu hatte er bei der Skischule angerufen, bei der mein Vater eingetragen ist, sich dort seine Handynummer geben lassen und bei ihm angerufen. Dummerweise hatte aber just an diesem Tag auch mein Vater sein Handy vergessen und so erreichte er niemanden. Ich weiß auch nicht wieso die alle ständig ihre Handys liegen lassen, mir könnte das ja nicht passieren! smilie

Während nun die anderen mit dem Lift hochfuhren, liefen mein Vater und ich zurück zum Ferienhaus und machten uns mit dem Auto auf nach Wagrain. Dort wartete Tom schon vor der Praxis – mit einem Verband am Knie, einer Rechnung über 200 Euro und ziemlich erleichtert, dass wir ihn schließlich doch noch gefunden hatten.

Was war nun also passiert? Tom war nach einer Strecke schönen pulvrigen Schnees auf eine Eisplatte geraten, auf der ihm das linke Bein wegrutschte. Die Bindung löste nicht aus, und so hat sich das Knie verdreht. Das Resultat war eine Bänderdehnung, mit der er natürlich nicht mehr Ski fahren konnte. Der Winterurlaub dieses Jahr gestaltete sich also für Tom eher von der gemütlichen Sorte, unfreiwillig.

Im nächsten Jahr will er aber auf jeden Fall wieder auf die Bretter steigen, denn wenn der Pattepu nächstes Jahr zum ersten Mal auf Skiern steht, will der Papa natürlich mithalten können! smilie

Ich selber stand übrigens nachdem wir zurück waren um kurz nach 2 auf der Piste und kam so doch noch zu meinem ersten Skitag, und zum Abschluss gab es dann noch die beste Gulaschsuppe der Welt im Berggasthof Pröll. Damit war dann auch meine Welt wieder in Ordnung! smilie

Ich hab da so Phasen…

Den Satz kennt ihr sicher. Bei mir gibt es das in unterschiedlichen Bereichen: Zum Beispiel was das Essen angeht. Eine gewisse Zeit lang mag ich etwas ganz besonders – irgendwann hab ich es dann über und es tritt etwas anderes an die Stelle.

Ein Beispiel: Nach meiner Entbindung habe ich lange Zeit regelmäßig gefrühstückt. Das ist für mich eher ungewöhnlich, weil ich an sich morgens nichts essen kann. Aber in den Tagen die ich nach der Geburt meines Sohnes im Krankenhaus verbracht habe hatte ich morgens einfach zu großen Hunger – schließlich musste ich ein kleines Menschlein mit ernähren.

Und so habe ich auch nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen war, wo es regelmäßige Mahlzeiten gab (was vorher bei mir nicht üblich war), lange Zeit gefrühstückt. Aber nicht irgendwas, denn wie gesagt: Ich hab da so Phasen! Nein, ich habe jeden Morgen Vollkorntoast mit Petrella Paprika und Putenbrust gegessen. Monatelang.

Ein anderes Beispiel: Im letzten Semester habe ich regelmäßig in der Mittagspause bei Subway gegessen. Das ist eine Sandwichkette aus den USA, die wirklich leckere Subs haben. Jeden Mittag gab es bei mir Chicken Teriyaki auf Honey Oat Brot mit Eisbergsalat, Gurken, Tomaten, sauren Gurken, Zwiebeln und Honig-Senf-Sauce.

Dann kamen die Semesterferien. Und als das neue Semester im Oktober begann, hatte ich keine Lust auf Sandwiches… stattdessen ging ich zu meinem Lieblings-Dönermann. (Falls ihr einen Tipp braucht: Der “Treffpunkt” am Bonner Hauptbahnhof. Test it!) und seither esse ich in der Mittagspause Lahmacun. Türkische Pizza mit Salat und Joghurtsauce, plus Cocktailsauce – eine Bonner Spezialität, die ihr unbedingt mal probieren müsst. Mjamm!

Ziemlich spleenig, oder? Da fällt mir ein: Auch beim bloggen habe ich solche Phasen. In den letzten Monaten habe ich nicht viel geschrieben, mehr oder weniger nur Gewinnspiele verbloggt und kaum richtige Beiträge verfasst. Aber seit heute bin ich irgendwie total bloggig drauf: Ich habe richtig Lust zu schreiben! Drum verzeiht mir diesen sinnfreien Beitrag: Ich hab da so Phasen! smilie