Wer twittert, kennt wahrscheinlich auch das Twitter-Werbenetzwerk Magpie. Geld verdienen durchs twittern, und das nebenbei ohne großen Aufwand und ganz automatisch: Klingt gut! So habe auch ich mich vor einigen Monaten bei Magpie angemeldet. Zuvor kann man sich noch errechnen lassen, wieviel man im Monat verdienen kann – dies bemisst sich nach der Anzahl der Follower und hängt natürlich auch davon ab, wieviele Werbetweets man dann versendet. Die Abstände lassen sich nämlich einstellen: Von 1x Werbung auf 4 normale Tweets bis zu 1x Werbung auf 500 Tweets ist alles dabei.
Die Werbetweets teilen sich wie bei Affiliate-Netzwerke auf in per-view, per-click, per-sale und per-lead. Per-view bedeutet bei Magpie, dass man einmalig einen Betrag für den versendeten Tweet erhält. Das sind, je nach Followerzahl, einige Cent bis Euro. Per-click ist mir bisher nicht untergekommen, und ich muss zugeben, dass ich den Unterschied zwischen per-sale und per-lead nie ganz verstanden habe – ich hatte jedoch auch bisher erst eine per-lead Kampagne, bei der in mehreren Monaten genau 0 Euro herumkamen.
Zu Beginn lief Magpie bei mir etwas schleppend an, ich bekam kaum Angebote und selbst wenn ich welche bekam, wurden sie häufig nicht freigeschaltet. So stellte ich die Abstände auf die niedrigste Einstellung und dachte nicht mehr weiter drüber nach. Vor einigen Wochen aber bekam ich die Google Adwords Kampagnen angeboten, die ich auch angenommen habe. Und plötzlich kamen pro Tag 3, 4 oder sogar mehr Werbetweets – das Limit stand schließlich immer noch auf 4, und Magpie twitterte auftragsgemäß alle freigeschalteten Tweets nacheinander.
Auch mir ist seither aufgefallen, dass sich die Google Adwords Tweets in der Twitter Timeline häuften. Ich folge einigen, die selber auch Magpie nutzen, und es war teilweise schon witzig mit anzusehen, wie sich die Google Adwords Werbetweets in der Timeline aneinanderreihten, wenn wieder einer freigeschaltet wurde. Meist konnte ich dann ziemlich sicher davon ausgehen, dass auch mein Account gleich einen Ad absenden würde. Gestört haben mich die Werbetweets aber nie, ich gehe damit genauso um, wie mit jedem anderen Tweet der mich nicht interessiert: Überlesen und weiterscrollen.
Einer meiner Follower war es, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass es beileibe nicht allen so geht. Einigen fallen nämlich die immer öfter in der Timeline auftauchenden Google Adwords Tweets gehörig auf die Nerven. Wie gesagt, mir geht es nicht so – daher habe ich mir über diese Möglichkeit auch vorher keine Gedanken gemacht. Ich kann es aber durchaus nachvollziehen, jeder Mensch tickt anders und findet andere Dinge nervig. Also habe ich es als Anlass genommen, eine kleine Followerumfrage zu starten, um herauszufinden, wie sehr ich meine Follower mit Magpie nerve.
Die Beteiligung hätte wohl höher sein können, nur knapp zehn Antworten habe ich bekommen – aber eins ist doch klar geworden: Die meisten Follower finden Magpie prinzipiell okay, solange es nicht zu viele Werbetweets werden. Einige Antworten entsprachen meinem eigenen Empfinden – überlesen, ignorieren oder filtern, daher vollkommen egal. Die meisten aber gaben schon an, dass es nicht überhand nehmen sollte. Dabei unterscheiden sich natürlich die Meinungen dazu, was zu viel ist – von 2-3 am Tag bis hin zu einmal pro Stunde war alles dabei. Ich denke das muss man aber natürlich auch in Relation zu der Anzahl aller in diesem Zeitraum verschickten Tweets sehen – eine Werbung unter 5 Tweets je Stunde ist natürlich mehr als eine unter 100 Tweets in einer Stunde.
Mein Fazit:
Für mich ist deutlich geworden, dass Magpie, wie alle anderen Werbeformen auf Blogs & Co, die Meinungen spaltet. Die einen finden es unmöglich, die anderen vollkommen okay. Wieder anderen geht es einfach nur am Hinterteil vorbei, aber die meisten tolerieren es, solange es nicht überhand nimmt. Für mich bedeutet das nun: Ich werde Magpie weiter nutzen, jedoch die Abstände der verschickten Werbetweets so regulieren, dass maximal 1 Werbetweet pro Tag abgesendet wird. Ich hoffe das das klappt, manchmal will Magpie nämlich nicht so recht wie ich will und verschickt einen zuvor freigeschalteten Tweet, obwohl ich nach der Freigabe das Limit hochgestellt habe.
Und was haltet ihr so von Magpie und meiner Lösung für das “Werbetweets-nerven-meine-Follower”-Problem? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren! 