Bachelor-Studenten haben ein hartes Leben. Im Grunde könnte man auch weiter zur Schule gehen. Die meisten Vorlesungen (die jetzt übrigens Plenum heißen) und Übungen sind vorgegegeben, es gibt kaum Wahlmöglichkeiten. Ständig Klausuren, für die man Stoff pauken muss, der einen im Grunde nicht interessiert – dabei soll ein Studium doch eigentlich eigenverantwortliches Lernen bedeuten. Idealbild ist für mich das Studium um des Studierens willen, nicht verschultes Lernen mit Anwesenheitslisten und Sanktionen bei mehr als zweimaligem Fehlen. Und das Ding ist halt: Ich hasse Schule. Wie die Pest.
Aber so ist es nunmal. Da sehne ich mich manchmal zurück nach meiner Ausbildungszeit. Ich habe nämlich Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt, und da musste ich nicht lernen. Die Berufsschule war so pupseinfach dass ich fast nie da war und trotzdem in der Prüfung mit 1,x abschnitt. Also nix mit Schule. Und auf der Arbeit habe ich eine Menge Akten kopiert. Das heißt: a) Einen Stapel Blätter aus Akte A nehmen, in den automatischen Einzug legen und warten. Währenddessen kann man sich fantastisch kreativ beschäftigen. So hing über unserem Kopierer nach einiger Zeit eine Karikatur aller Mitarbeiter, gezeichnet auf einer Pappunterseite einer Papier-Schreibtischunterlage.
Nächster Schritt: b) Kopierte Blätter wieder einheften, c) Kopien lochen und ebenfalls einheften. Ihr seht, das ist keine wirkliche Herausforderung. Aber irgendwie hat’s Spaß gemacht. Manchmal. 
















