Pattepu-Sprache, übersetzt: Part 3

Der Pattepu wird nun bald schon 4 Jahre alt und plappert jeden Tag fröhlich alles mögliche. Dabei spricht er nicht nur immer mehr, sondern auch immer besser. Ein paar lustige Wortkreationen lässt er sich aber trotzdem immer wieder einfallen!

Frährmannjunge
Dieses äußerst lustige Wort bedeutet “Meerjungfrau”. Es tauchte zum ersten Mal auf, nachdem der Pattepu im Fernsehen einen Barbie-Film gesehen hatte, in dem Barbie eine Meerjungfrau spielte. Von da an erzählte er eine Zeit lang jeden Tag, er wolle ein Frährmannjunge sein. Es dauerte ein paar Tage bis ich begriff was er meinte. Wie er auf dieses Wort kommt kann ich mir allerdings nicht wirklich erklären! Er bleibt aber standhaft dabei und bezeichnete erst vor kurzem die Arielle-Barbie einer Kita-Freundin als Frährmannjunge – was diese ganz und gar nicht akzeptierte. smilie

Knustig
Knustigs sind Eszet-Schnitten – kleine Schokoladentäfelchen, die man als Brotbelag isst. Der Pattepu mag sie sehr gerne und als er sie das erste Mal aß rief er lachend aus: “Die sind ja knustig!” Er meinte wohl, dass sie knacken beim Abbeißen. Seither heißen die Täfelchen bei ihm Knustigs, und wenn er sie essen möchte fragt er nach Brot mit Knustig.

Kakoffel
Leichter zu erraten ist Kakoffel; es bedeutet natürlich Kartoffel. Interessant an dem Wort ist, dass er es seit langem benutzt, und das konsequent. Es ist nicht so dass er Kartoffel nicht aussprechen kann – er will es einfach nicht. Ich glaube dass Kakoffel ihm einfach besser gefällt. Und man kann es noch so schön erweitern: Zu Kakoffelpüree, Kakoffelbrei, Kakoffelpommes (!), Kakoffelsalat…

Und, kennt ihr von euren eigenen oder euch bekannten Kindern auch solche lustigen Kreationen? smilie

Was ist denn ein Pattepu?

Der Pattepu, das weiß der aufmerksame Blogleser natürlich, das ist mein Sohnemann. Gerade ist er drei Jahre alt geworden, und am Wochenende feiern wir Kindergeburtstag mit seinen Kita-Freunden.

Aber was bedeutet “Pattepu”? Bedeutet es überhaupt etwas? Ist es vielleicht Baby-Gebrabbel? Oder hat es etwas mit seinem Namen zu tun? Und warum heißt der Pattepu auf dem Blog nur Pattepu, und seinen richtigen Namen kann man hier nicht lesen?

Viele Fragen, auf die ihr nun die Antwort bekommt. Zum einen: Der Pattepu ist wie ihr wisst gerade drei Jahre alt. Das heißt: Er kann noch keine eigenen Entscheidungen treffen. Er kann nicht sagen: Hey Mama, ich möchte gerne von jedem online auf deinem Blog gefunden werden, der meinen Namen kennt. Deshalb könnt ihr hier auf meinem Blog seinen richtigen Vornamen nirgends lesen. Diese Entscheidung habe ich vor einiger Zeit getroffen, um seine Privatsphäre zu wahren. Aus dem gleichen Grund werdet ihr weder hier noch auf Twitter, Instagram oder sonstwo jemals Fotos von ihm finden – abgesehen von einem Babyfoto, das kurz nach der Geburt entstand und das ich, berauscht vom Mutterstolz, in einem Blogbeitrag postete. Ich halte das so, bis er irgendwann alt genug ist, um diese Entscheidung selber zu treffen. Das Internet ist tückisch, das wissen wir alle – und man sollte gut darüber nachdenken, was man ins Netz stellt – denn das Netz vergisst nie.

Doch wie kam es zu dem Namen “Pattepu”? Ganz einfach, der Ursprung ist einer von vielen Kosenamen, die er nach seiner Geburt von uns bekam. Neben Pupsi, Krümel, Wurmi und Babyle erhielt er nämlich unter anderem die Bezeichnung “Spatzepups”.

Und wie das so ist, sitzen frischgebackene Eltern des öfteren mit dem Baby im Arm da, starren es mit dümmlichem Grinsen an und wiederholen wie im Wahn dessen Kosenamen, unterbrochen von unregelmäßigem “Du-Du-Du” oder “Ja wo ist denn der XYZ?”. Wenn ihr selber Eltern seid, wisst ihr was ich meine. So auch Tom. Und in einer ebendieser Situationen vernuschelte er besagtes “Spatzepups” derart konsequent zu “Pattepu”, dass es sich einprägte. So war ein neuer Spitzname geboren – der sich als ideales Pseudonym erwies, denn mit dem realen Namen meines Sohnes hat er rein gar nichts zu tun. smilie

Pattepu-Sprache, übersetzt: Part 2

Viel neues hat er in letzter Zeit gelernt, der Pattepu. Und einige Wörter die vor kurzem für Außenstehende nur zu erahnen waren, erkennt man jetzt sofort. Ein paar Wörter sorgen aber nach wie vor für ein Schmunzeln. Viel Spaß beim Best Of Pattepu-Talk! smilie

Besonders interessant: Pattepu-Neukreationen. Dabei vermischt er Wörter oder erfindet sie einfach neu. smilie

  • Wombkopf Wombkopf = Spongebog Schwammkopf
  • Nachnachten = Weihnachten
  • ausekrunkt = ausgetrunken

Einige Wörter haben sich weiterentwickelt:

  • Inu-In -> Pinne-In = Pinguin
  • fafalln -> hinnefalln = hingefallen

Und manche werden nach wie vor einfach etwas abgewandelt, damit sie leichter auszusprechen sind. Manche mehr:

  • Posesei = Polizei
  • Kukeuk = Flugzeug
  • Kiekeuk = Spielzeug
  • Tuatua = Traktor

Und andere weniger:

  • grinne = drinne
  • Süßenkeiten = Süßigkeiten

Mein eindeutiges Lieblingswort aber ist “Ell-te-dee”. Ich habe lange gerätselt was das wohl heißen mag, bis ich es herausgefunden habe: Es bedeutet “LKW”! smilie Ich bin gespannt, was er noch so alles für Wörter erfindet. smilie Zwei Wörter gibt es allerdings, die konnte er von Anfang an richtig aussprechen: “iPad” und “iPhone”. Tja, da merkt man nach wem das Kind kommt. Hihi! smilie

Pattepu-Sprache, übersetzt

Der Pattepu ist jetzt bald zweieinhalb Jahre alt und spricht schon richtig viel. Einige Wörter spricht er dabei auch richtig aus, andere muss man schon kennen, damit man versteht was er meint. Interessant ist dabei aber, dass er die Wörter nicht einfach willkürlich ausspricht – nein, die Abwandlungen folgen gewissen Regeln, von denen einige denen aus der Linguistik-Vorlesung im letzten Semester ähneln!

Zum Beispiel passt er bei gewissen Wörtern einen oder mehrere Konsonanten an einen anderen Konsonanten an, um die Aussprache zu vereinfachen. Das kann dann manchmal unfreiwillig komisch werden: Etwa wenn er eigentlich sagen möchte, dass Mama sich ihre Jacke anzieht, und dabei dann folgendes herauskommt: “Mama Kacke!” smilie

Weitere Wörter, bei denen Konsonanten angepasst werden:

  • Nikolaus = Kikekaus
  • schlafen = fafen
  • (hin)gefallen = fafalln
  • Kuchen = Kuken
  • trinken = kinken
  • Löwe = Wöwe

Andere Wörter werden einfach teilweise komplett von ihren Konsonanten befreit. Klar, wozu auch dieser unnötige Ballast! Hättet ihr die folgenden Wörter erkannt?

  • Pinguin = Inu-in
  • Blume = Bume
  • Plätzchen = Pätzen
  • Giraffe = Gi-affe

Auch beliebt: Komplette Silben weglassen. So geschehen bei diesen Wörtern:

  • Elefant = Fant
  • Delfin = Fin

Nun kennt ihr euch so ein bisschen aus und könnt ein paar Wörter Pattepu-Sprache. Wer weiß, vielleicht kennt der eine oder andere die Wortabwandlungen ja auch von den eigenen Kindern?
smilie

Der Pattepu, der Pattepu

Der Pattepu, der Pattepu
Macht ungern nur die Augen zu
Er will nicht schlafen gehn
Das kann man ja verstehn

Der Pattepu, der Pattepu
Kommt einfach nicht so ganz zur Ruh
Er brabbelt lieber was
Da hat er seinen Spass

Nun aber schläft der Pattepu
Da freut sich die Mama, juhu
Sie bloggt ein albernes Gedicht
Und danach ist dann endlich Schicht!

smilie smilie smilie

Kleiner Pattepu oder ein Babygedicht

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