Es war vor einigen Tagen, da fiel mir auf Twitter in meiner Timeline ein Link ins Auge. WallaBee hieß es dort. Wallabee? Moment, das war doch der Nachfolger von GowallaTools, dem ultimativen Werkzeug für Itemsammler auf Gowalla – bevor Gowalla zu diesem pseudocoolen Reiseführer wurde, der es unbedingt sein wollte, bevor Gowalla von Facebook geschluckt wurde, bevor Gowalla starb. Als Gowalla noch uns gehörte, den Usern – falls es das jemals tat.

Also schwupps drauf geklickt, und mit Erstaunen festgestellt dass WallaBee zurück ist – und zwar als eigenständiges Item-Sammelspiel, mit Geolokalisierung. Herumlaufen und Items sammeln also – wie zu guten alten Gowalla Zeiten. Völlig klar dass ich das laden musste.
Und was soll ich sagen – WallaBee ist awesome. Einfach awesome. Die App nennt sich zu Recht “the ultimate collectibles game for your iPhone”. Ben Dodson, der Chef von WallaBee, hat uns die Items zurückgebracht, und das besser und schöner als je zuvor. Gowalla ist tot, es lebe WallaBee! Bislang gibt es die App nur für das iPhone; über eine Android-Version wird derzeit zumindest nachgedacht.
Wie funktioniert WallaBee nun also? Alle, die schon bei Gowalla begeisterte Itemsammler waren, werden es wahrscheinlich schnell raus haben. Nach der Registrierung startet man mit einigen Items in der virtuellen Tasche, der “Pouch”. Nun heißt es weitere Items sammeln, um damit die Sets zu vervollständigen. Es kommen regelmäßig neue Sets mit neuen Items; der Nachschub ist also gesichert.
Gezeichnet werden die wunderschönen Items von Andrew Cameron – mehr über ihn und die anderen Jungs von Wallabee gibts hier. Übrigens spielen die meisten Teammitglieder auch selber und nehmen Freundesanfragen an. Das macht sie sehr symphatisch! Genau wie die Philosophie, die sie sich auf die Fahne geschrieben haben: Immer ein Ohr für die Wünsche und Ideen der User zu haben und sich nicht in eine Richtung zu entwickeln, den die Community nicht will. Eben dies war der Fehler, den Gowalla machte, daher klingt diese Ankündigung wie Musik in meinen Ohren.

Aber zurück zur App! Um Items zu finden, muss man losziehen und an den Spots, die in der Ortsdatenbank eingetragen sind, suchen. Orte, die noch nicht in der Datenbank eingetragen sind, können jederzeit über die App hinzugefügt werden. Welche Items an einem Ort gefunden werden können, hängt davon ab in welcher Kategorie er gelistet ist. Eine sehr schöne Übersicht über alle Items und ihre Fundorte stellt der ItemBrowser bereit, die Seite ist mobil-freundlich programmiert und übersichtlich. So kam ich recht schnell zu einem der neuesten Items, dem niedlichen Tigerbaby.
Jedes Items hat eine eigene Nummer, die laufend vergeben wird. Das erste Exemplar eines neuen Items hat also die Nummer #1. Wer die besondere Herausforderung liebt, kann es sich daher zur Aufgabe machen, möglichst niedrige Nummern zu sammeln – bei den älteren Items gestaltet sich dies aber vermutlich mittlerweile etwas schwieriger.
Einige Items lassen sich nicht sammeln, sondern müssen durch kombinieren von zwei Items erst erschaffen werden. Den Sasquatch bekommt man zum Beispiel, wenn man die Taschenlampe und den Bigfoot-Abdruck miteinander kombiniert. Über den Mix-Button rechts oben in der Pouch erreicht man das entsprechende Menü. Wenn sich keine kombinierbaren Items in der Pouch befinden, ist der Button inaktiv.
Ziel des Spiels ist es, die Sets zu vervollständigen; dazu müssen die Items aus der Pouch im entsprechenden Set abgelegt werden. Für das erfolgreiche Vervollständigen eines Sets gibt es dann einen netten Button im Profil; oben seht ihr den Button meines zuletzt vervollständigten Sets, “A Pirate Life for me”. 
Wer es besonders eilig hat, kann sich auch im Shop Items kaufen. Einige Items gibt es zudem exklusiv nur im Shop. Dafür braucht man die spielinterne Währung, “Honeycombs”, die man ebenfalls bekommt indem man an Orten sucht. Weiterhin kann man sie per In-App-Kauf erwerben; das ist aber eigentlich unnötig, weil man durch fleißiges sammeln ohne weiteres genug Honeycombs bekommen kann, um die Items zu bekommen, die man nicht ersammeln kann.
Ausschlaggebend ist dabei, dass man im Gegensatz zu Gowalla nicht an einem Ort eincheckt und somit nur eine Chance auf ein Item hat; stattdessen kann man so oft man will an ein und demselben Ort suchen. “Forage” nennt sich das, auf deutsch soviel wie “hamstern” oder Futter suchen.
Die Chance auf ein Item oder Honeycombs variiert zwar nach einem bestimmten Algorithmus und sinkt, wenn man längere Zeit am gleichen Ort hamstert, nach ca. einer Viertelstunde Wartezeit kann es aber fröhlich weitergehen. So lassen sich an einem guten Tag schon ein paar Tausend Honeycombs einsammeln.
WallaBee ist kostenlos, neben den bereits erwähnten In-App-Käufen können die User ihren Account außerdem monatsweise auf Pro erweitern und haben dann 30 statt 12 Slots in der Pouch und erhalten bis zu 3x mehr Honeycombs beim hamstern. Außerdem dauert das hamstern bei Basis-Accounts etwas länger. Lohnenswert vor allem für Heavy-User, die gerne im Shop einkaufen um Sets schneller zu vervollständigen.
Ich bin von WallaBee restlos begeistert und kann es jedem, der mal irgendwas gesammelt hat und Spaß daran hatte, nur empfehlen. Für Ende April ist übrigens ein umfangreiches Update angekündigt, das mehr Interaktion unter Freunden und viele neue Features bringen soll. Ideen, Lob, Kritik und Fragen sind bei WallaBee immer willkommen und können im Support-Bereich gepostet werden. Also, macht mit und ladet euch WallaBee im AppStore herunter! 